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Viel Spass beim Surfen

Stefan Hentschel


Badminton im TuS Harsefeld

Badminton, eine Sportart, die in den letzten Jahren ständig an Popularität gewann, wird im TuS Harsefeld seit 1973 gespielt. Begründen lässt sich der starke Zulauf vermutlich dadurch, dass sich diese Sportart in allen Altersgruppen ausüben lässt und jeder selbst entscheiden kann, wie engagiert er trainieren möchte. So gibt es bei uns Trainingszeiten für Freizeitspieler und Wettkampfsportler. Natürlich können die Spieler selbst wählen, wie intensiv und an welchen Übungsgruppen sie teilnehmen möchten. Durch kontinuierliches Wechseln der Doppelpartner während des Trainings wird gewährleistet, dass sich alle Teilnehmer gut kennenlernen und sich immer wieder neue und spannende Begegnungen ergeben. Interessierte "Neulinge" werden bei uns gern gesehen und individuell mit den Techniken des Spiels vertraut gemacht. Bereits nach kurzer Eingewöhnungsphase haben auch Anfänger schon viel Spaß an den ersten richtigen Spielen.


Geschichtliches

Die Sportart Badminton in der heute verbreiteten Form hat eine etwa einhundertjährige Geschichte. Ähnliche Spielformen können sogar noch früher nachgewiesen werden. So belegen Höhlenzeichnungen, daß in Indien bereits vor ca. 2000 Jahren ein dem Badminton vergleichbarer Sport ausgeübt wurde. Ähnliche Spiele lassen sich auch in alten Hochkulturen Asiens nachweisen.
Im Mittelalter war das Federballspiel beliebte Freizeitbeschäftigung des höfischen Adels, bevor der Federballsport infolge der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umwälzungen im späten 18. bzw. frühen 19. Jahrhundert in Vergessenheit geriet. Eine Renaissance erlebte der Federballsport "Poona" jedoch 1870, als er von britischen Kolonialoffizieren auf dem Landsitz des Herzogs von Beaufort in England, genannt "Badminton House", erneut eingeführt und vor geladenen Gästen ausgeübt und vorgestellt wurde. Die Sportart verdankt diesem Umstand ihren Namen "Badminton".
Der Neueinführung des Sports in England folgte 1893 die Gründung des ersten Badminton-Verbandes in England. Die erste Badminton-Verbandsgründung in Deutschland läßt sich 1902 nachweisen, als der Bad Homburger Badminton Club gegründet wurde.
Als Weltsportart setzte sich Badminton indes erst nach dem 2. Weltkrieg durch. Die erste Weltmeisterschaft wurde 1977 unter der Regie des IBF ausgetragen. Die Mannschaftsweltmeisterschaften der Damen werden seit 1957 (sog. Uber-Cup) und die der Herren seit 1949 (sog. Thomas-Cup) durchgeführt. Die Trophäen sind nach der langjährigen englischen Nationalspielerin Betty Uber und Sir George Thomas benannt, welcher 21mal englischer Meister wurde. Seit 1989 existiert ferner die sog. "Sudirman Trophy", welche ebenfalls als Mannschaftsweltmeisterschaft bezeichnet wird. Lizenzspieler gibt es im Bereich des Badminton-Sports seit 1979.
Nachdem bereits 1934 die International Badminton Federation (IBF) gegründet worden war, entstand 1978 mit der World Badminton Federation (WBF) ein zweiter Weltverband. Initiiert wurde der WBF von den Verbänden der dritten Welt, die aufgrund politischer Hindernisse keine Aufnahme in den IBF fanden. 1981 wurden die beiden rivalisierenden Weltverbände in den IBF zusammengeführt.
Auf europäischer Ebene wurde 1967 die Europäische Badminton Union (EBU) gegründet, die seit 1968 im Zweijahresrhythmus Europameisterschaften durchführt.
Seit den Olympischen Spielen in Barcelona 1992 ist Badminton olympische Sportart. Zuvor war Badminton lediglich einige Male als Demonstrationssportart zum Zuge gekommen.

Badminton wird in den asiatischen Ländern zu den Kampfsportarten gezählt; in Europa hingegen zu den Rückschlagspielen. Badminton ist ein Mannschaftssport, in dem Frauen und Männer gemeinsam antreten. Eine Mannschaft besteht aus mindestens 2 Damen und 4 Herren. Ausgespielt werden 8 Spiele in den Disziplinen Damen-Einzel, Herren-Einzel, Damen-Doppel, Herren-Doppel sowie gemischtem Doppel.


...und noch was...


Anforderungen

Der Badmintonspieler benötigt das Konzentrationsvermögen eines Schachspielers,
die Reflexe eines Tischtennisspielers,
die Schnelligkeit eines Sprinters,
die Wurfkraft eines Speerwerfers,
die Kraftausdauer eines Eisschnellläufers,
die Ausdauer eines 5000-m-Läufers sowie Wendigkeit,
Spielwitz und technisches Können.

Diese Vielseitigkeit macht Badminton zu einem anspruchsvollen und harten Wettkampfsport.


Unglaubliches über Badminton

Eine statistische Auswertung des Wimbledon-Finales 1985 Boris Becker - Kevin Curren und des Badminton WM-Endspiels 1985 Han Jian (China) gegen Morten Frost (Dänemark) hat ein verblüffendes Ergebnis erbracht:

  Tennis Badminton
Dauer 3 Std. 18 Min. 1 Std. 16 Min.
Reine Spielzeit 18 Minuten 37 Minuten
Ballwechsel 299 146
Schläge 1004 1972
Schläge pro Ballwechsel 3,4 13,5
Laufstrecke 2 Meilen 4 Meilen